Lexikon Der Liebesmittel
-

Lexikon Der Liebesmittel

Bewerten Sie diesen Shop
Ethnobotanik
Lexikon der Liebesmittel: Pflanzliche, mineralische, tierische und synthetische Aphrodisiaka (Gebundene Ausgabe) Produktinformationen:Gebundene Ausgabe: 500 Seiten Verlag: AT Verlag, Auflage: 1 (1. Februar 2003) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3855027722 ISBN-13: 978-3855027729 Grö, ß, e und/oder Gewicht: 27,6 x 21,2 x 5,6 cm Produktbeschreibungen: Quelle Amazon.deSpektrum der WissenschaftWas ist ein Aphrodisiakum? Alles, was die jeweilige Kultur dafü, r hä, lt. Auf diese karge Definition mü, ssen sich die Ethnologen Christian Rä, tsch und Claudia Mü, ller-Ebeling in der Einleitung ihres Monumentalwerks zurü, ckziehen. Denn es kommt auf die subjektive Wahrnehmung an: Ein Aphrodisiakum kann wirken, wenn man an seine Wirksamkeit glaubt - unabhä, ngig von seiner stofflichen Zusammensetzung. Viagra ist in dieser Hinsicht eher untypisch. Die Wirkung von Aphrodisiaka (so sie denn eine haben) lä, sst sich neurophysiologisch, psychologisch oder auch ethnologisch erklä, ren, in jedem Fall sind " Dosis, Set und Setting " zu beachten, also die Menge des Mittels, die Stimmungslage und die unmittelbare Umgebung bei der Anwendung. " Je weniger man oder frau ein Aphrodisiakum benö, tigt, desto besser wirkt es " , stellen die Autoren ironisch fest. Dass die Liebesmittel bei uns mit gesellschaftlichen Tabus belastet sind, hä, ngt nicht nur mit Macho-Ä, ngsten zusammen - wenn man ihren Gebrauch zugibt, kö, nnte Mann ja als Schlappschwanz dastehen -, sondern hat tiefere kulturelle Ursachen. Mit der Christianisierung des Abendlandes wurden nicht nur die alten Gö, ttinnen dä, monisiert, sondern auch die ihnen zugeordneten Mittel der Lusterregung und die Erotik allgemein. Zwei ausfü, hrliche Abschnitte ü, ber das Zusammenwirken der fü, nf Sinne beim Gebrauch der Liebesmittel und ü, ber deren Rezeption in der Kunstgeschichte beschließ, en den einleitenden Teil. Das eigentliche Lexikon umfasst knapp 700 Seiten, gefolgt von einem Anhang mit ausfü, hrlicher Bibliografie und einem Index. Die Artikel sind ü, bersichtlich aufgebaut - eine kurze Zusammenfassung am Anfang ist durch blaue Schrift abgesetzt - und werden in der Randspalte bereichert durch Literaturzitate, Abbildungen und gelegentlich auch chemische Strukturformeln. Zahlreiche Literaturhinweise und Fuß, noten verweisen den Wissbegierigen auf weitere Quellen. Nehmen wir als Stichprobe den etwa zweieinhalbseitigen Artikel ü, ber den Absinth, der in letzter Zeit wieder etwas in Mode zu kommen scheint. Zunä, chst werden andere Bezeichnungen genannt, etwa " die grü, ne Fee " , der kurzen Zusammenfassung in Blaudruck entnimmt man, dass Maler und Dichter im 19. Jahrhundert den Absinth als Inspirations- und Liebesmittel feierten. Es folgen Fakten ü, ber die Zusammensetzung des Geträ, nks, die Art und Weise des Genusses und seine Wirkung, die als " deutlich stä, rker, visionä, rer und deliranter " als sonstige alkoholische Geträ, nke beschrieben wird. Hier wü, nscht man sich etwas genauere und ausfü, hrlichere Angaben. Der " eigentliche " Absinth ist seit den frü, hen 1920er Jahren wegen der gesundheitsschä, dlichen Wirkungen des darin enthaltenen -Thujons in den meisten europä, ischen Lä, ndern verboten. Die heute legalen Absinthgeträ, nke enthalten kaum noch Thujon - und bieten auch dessen Wirkung nicht mehr. Der Artikel nennt die zahlreichen Maler und Literaten, die den " echten " Absinth priesen, erlä, utert die Rolle des Geträ, nks in dem Film " Dracula " von Francis Ford Coppola und erzä, hlt, dass ein Franzose namens Pernod 1797 in der Schweiz den ersten Absinth braute. Er gibt auch Rezepte zum Selbstbrauen an und weist darauf hin, dass stark thujonhaltiger Absinth in Tschechien und Slowenien legal hergestellt und verkauft wird. In diesem Zusammenhang fehlt eine deutliche Warnung: Die schä, dlichen Wirkungen des Thujons gehen weit ü, ber den ü, blen Kater am nä, chsten Tag hinaus. Die Frage, ob Absinth bzw. Thujon physiologisch gesehen ein Aphrodisiakum ist oder nicht, bleibt unbeantwortet. Der Artikel schließ, t wie alle anderen mit Hinweisen auf Bezugsquellen (bei illegalen Substanzen auf die Rechtslage) und Literaturangaben. Der sechsseitige Stichworttext " Alraune " fü, hrt auf das Gebiet der Hexenkrä, uter, in dem sich die Autoren mehrfach als ausgezeichnete Kenner erwiesen haben. Schon im Alten Testament wird die " Kö, nigin der Zauberkrä, uter " als Aphrodisiakum erwä, hnt. Alraunehaltiges Bier besä, nftigte den Zorn der altä, gyptischen Gö, ttin Sachmet/Hathor, und mö, glicherweise geht der griechische Aphroditenkult auf orientalische Vorstellungen von der Alraune zurü, ck. Die Verfasser zä, hlen penibel die zahlreichen Inhaltsstoffe der Wurzeln, Blä, tter und Frü, chte auf, geben ein Rezept zur Fabrikation eines " Mandragorenweins " an und verschweigen nicht ihre eigenen - eher gemischten - Erlebnisse nach dessen Konsum. Drei knappe Stichwö, rter behandeln " Liebesdrogen " , " Liebesträ, nke " und " Liebeszauber " . Wä, hrend die Liebesdrogen (etwa die als Ecstasy oder MDMA bekannte Partydroge) nichts anderes sind als Derivate des Phenylethylamins, sind die Liebesträ, nke nicht so einfach zu bestimmen. Der garantiert wirkende Trank, der in einem Menschen die Liebe zu einem anderen entzü, ndet (bekanntestes Beispiel sind Tristan und Isolde), ist eine Fiktion, auch wenn es dazu unzä, hlige Rezepte gibt und auch kommerziell erhä, ltliche Prä, parate. Der Liebeszauber schließ, lich ist ein rein magisches Ritual ohne pharmakologisch wirksame Substanzen. Heute noch vielfach praktiziert werden Voodoo auf Haiti und Candomblé, in Brasilien. Auch bei flü, chtigem Durchblä, ttern liest man sich schnell fest. Wer hä, tte gedacht, dass ausgerechnet Nacktschnecken als Aphrodisiakum gelten (in China) oder dass in Sü, damerika eine Pflanze mit dem schö, nen Namen " Justizia " zur Erregung der Lust gebraucht wird? Das Buch enthä, lt eine Fü, lle von Informationen, nicht nur zur Pharmakologie und Physiologie, sondern auch zur Kultur-, Literatur- und Kunstgeschichte der Aphrodisiaka. Damit reicht es weit ü, ber den Rang eines simplen Nachschlagewerks fü, r Lü, stlinge hinaus und zeichnet ein detailliertes und insgesamt auch zuverlä, ssiges Bild von einem weithin tabuisierten, aber wesentlichen Bestandteil menschlichen Lebens und Handelns. --Claus Priesner -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe . KurzbeschreibungAphrodisiaka, Liebeszauber und Potenzmittel aus dem Pflanzen-,Tier- und Steinreich sowie Chemikalien und Medikamente umfassend dargestellt.Die Autoren haben die Erkenntnisse und Erfahrungen aus ihrer ü, ber 25-jä, hrigen gemeinsamen Forschungstä, tigkeit zusammengetragen. Die rund 400 alphabetisch geordneten Monografien bieten alle wesentlichen Informationen zu Geschichte, kultureller Anwendung, rituellem Gebrauch sowie alle praktischen Angaben wie Bezugsquellen, Rezepte, Dosierung, gesetzliche Bestimmungen und persö, nliche Erfahrungen. Das Schwergewicht liegt bei Liebesmitteln, die heute in Mitteleuropa allgemein verfü, gbar sind, daneben ist aber auch Exotisches wie Maca, Catuaba oder Mumeo enthalten.Die kompetenteste und umfassendste Ü, bersicht ü, ber die faszinierende Welt der Aphrodisiaka, Potenzmittel, Fruchtbarkeitsmittel, Liebeszauber und Liebesträ, nke, Philtren,Tonika wie auch der Anaphrodisiaka, Antiaphrodisiaka und Liebestö, ter. Reich bebildert mit ü, ber 900 Farbfotos und zahlreiche Quelle: Amazon.de
€44.00
+ Zu meiner Liste hinzufügen
Zum Shop »
Fügen sie eine Bewertung oder einen Kommentar hinzu
Ähnliche Produkte
* Müssen ausgefüllt werden