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  • Hanfsamen - Sweet Seeds


    09 July 2009

    Hallo Manolo und Carlos, tut mir den Gefallen und stellt euch unseren Lesern kurz selbst vor. Wie habt ihr euch von Growern zu Hanfzüchtern neuer Cannabissorten entwickelt?

    Wir sind schon seit jungen Jahren Cannabisliebhaber und haben schnell selbst damit begonnen Hanf anzupflanzen. Über die Jhre haben wir dann angefangen Pflanzen mit besonderen Merkmalen in der form von Mutterpflanzen, Stecklingen und schließlich auch Hanfsamen zu konservieren. Vor ein paar Jahren stolperten wir in mittlerweile verschwundenen Internetforum Cannabis Culture über die Forschungsarbeit zur Geschlächtswandlung von Hanf des Professors Mohan Ram von der Universität in Neu Delhi, die er in den 70'er Jahren durchgeführt hat.

    Das war der ausschlaggebende Zeitpunkt, an dem wir uns entschlossen haben unsere eigenen Cannabissorten zu züchten. Schon mit den ersten Kreuzungen erzielten wir erstaunliche Ergebnisse. die Pflanzen die wir gewannen waren um vieles potenter und ertragreicher als alles was wir bisher aus herkömmlichen Samen gezogen hatten. Der nächste Schritt war dann die Gründung unserer eigenen Samenbank.

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    Wann nahm die Idee eine eigene, spanische Samenbank zu starten konkrete Formen an?

    Alles begann im Gabba-Gabba, einer Rock Kneipe die Manolo hier in Valencia hatte und die als Treffpunkt für die Growergemeinde im Umkreis dient. Hier tauschte man sich aus, sprach über Erfahrungen und über die Jahre kamen wir zu dem Schluß, dass wir mit unserem Hobby und mit unserer Leidenschaft für Cannabis auch unseren Lebensunterhalt verdienen wollten und uns ganz dem Züchten neuer, potenter Sorten widmen wollten.

    Zunächst haben wir 23 Kreuzungen und ein paar Selbstbefruchtungen unter unseren besten Pflanzen vorgenommen. Die Samen haben wir dann im Freundeskreis verteilt. Das Ergebnis und Feedback war so gut, dass wir beschlossen den Traum von der eigenen Samenbank wahr zu machen.

    Vor allem der Fakt, dass fast alle Pflanzen die aus den Hanfsamen gezogen worden waren weiblich waren bestärkte uns in unseren Absichten. Die ersten Sorten mit denen wir angefangen haben waren Black Jack - Sweet Tai und die Seet Afghani Delicious. Sweet Seeds war geboren!

    Ihr habt eure Sorten von Anfang an ausschließlich als feminisierte Hanfsamen angeboten. So weit ich weiß eine recht ungewöhnliche Entscheidung. Warum gibt es keine regulären Sweet Seeds?

    In unseren Augen und nach jahrelanger Erfahrung sind wir einfach der Meinung gewesen, dass feminisiertes Saatgut um vieles attraktiver für den Grower ist als reguläre Samen. Zum einen ist feminisiertes Saatgut heutzutage viel zuverlässiger als in der Vergangenheit. Pflanzen die aus feminisierten Samen gezogen wurden sind heute zu 99% weiblich. Außerdem bietet der Femenisierungsprozess die Möglichkeit zwei hochpotente weibliche Pflanzen miteinander zu kreuzen ohne jeglichen Verlust der gewünschten Merkmale und ohne die Notwendigkeit eine männliche Pflanze einzukreuzen die deutlich schwächer ausgeprägte Eigenschaften vererben würde.

    Durch die neuen Zuchtmethoden kann man konkrete Eigenschaften einfach besser bewahren und verbessern als das früher der Fall war. durch die Selbstbefruchtungsmethode z.B. können wir Hermaphrodismen  fast komplett ausschließen und versteckte genetische Eigenschaften einer Sorte entdecken die es uns ermöglichen neue, günstige Kreuzungen vorherzusehen.

    Letztendlich glauben wir, dass feminisiertes Saatgut die Zukunft der professionellen Cannabiszucht sind, da es dem Grower einfach mehr Vorteile bietet als reguläre Samen.

    Welche Probleme stellen sich bei der Produktion von feminisierten Samen besonders?

    Die Probleme sind vielfach da nicht alle Sorten und einzelne Pflanzen auf die selbe Weise auf die Behandlung reagieren. Manchmal ist es schwierig fruchtbaren Blütenstaub zu gewinnen, manchmal ist die Fruchtbarkeit der weiblichen Pflanzen ein Problem und andere Male entspricht das Saatgut nicht unseren Qualitätsanforderungen.

    Reguläres Saatgut herzustellen ist im Gegensatz dazu viel einfacher und man gewinnt gut und gern 5-6 mal mehr Samen von der selben anzahl weiblicher Pflanzen und auf dem selben Raum.

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    Ihr teilt eure Erkenntnisse und Informationen ungewöhnlich offen mit Growern auf eurer Website und in Internetforen. Erzählt uns etwas mehr darüber, wie ihr feminisiertes Saatgut herstellt.

    Zunächst möchten wir klarstellen, dass es trotz gewaltiger Fortschritte keine 100% weiblichen Samen gibt. Das ist einfach (noch) nicht möglich. wir arbeiten mit der STS (Silver Thiosulphate Solution/Silber Thiosulfat Lösung) zur Geschlechtsumwandlung die von Prof. Dr. Mohan Ram entwickelt wurde und im Internet von "Country Mon" verbreitet wurde. Die ursprüngliche Methode war jedoch zu ungenau und dadurch anfällig für viele Probleme. wir haben dann angefangen unsere eigenen Experimente durchzuführen und je nach Sorte anzupassen und zu verfeinern. wir arbeiten jetzt mit verschiedenen Kompositionen und Dosierungen, zugeschnitten auf die individuellen Eigenschaften der Pflanzen und der Umgebung in der sie aufwachsen. Leider können wir keine Einzelheiten preisgeben, da sie die Basis für unsere Arbeit sind.

    Trotzdem gibt es nach wie vor gewaltige Vorurteile und teilweise sogar Ablehnung innerhalb der Hanfszene gegenüber feminisierten Samen. Für viele Grower stellt feminisiertes Saatgut eine unnatürliche Saat des Bösen dar und wird oft in einen Topf mit genetisch manipulierten Samen geworfen...

    Das ist richtig, aber das Meiste davon sind nichts als Gerüchte und teilweise absoluter Blödsinn. Oft hört man, dass feminisiertes Saatgut keine Mutterpflanze produziere weil sie automatisch in die Blüte gingen. Dieses Gerücht habe ich schon oft gehört, aber ich kenne niemanden dem es tatsächlich passiert wäre ... Anfänglich wurden viele dieser Argumente gegen feminisiertes Saatgut von den Samenbanken selbst gestreut. Nur weil sie das nötige Geld und Zeit in die Forschung und Entwicklung von feminisierten Samen stecken wollten und noch hunderttausende reguläre Samen gelagert hatten auf denen sie natürlich nicht sitzenbleiben wollten...

    Fakt ist u.a. dass es viel einfacher ist eine hervorragende weibliche Pflanze zu bestimmen als eine männliche Vaterpflanze. Bei der weiblichen Mutterpflanze sieht, riecht und erfährt man deren Eigenschaften direkt anhand der weiblichen Blüte. Letztendlich geht es ja darum wie das Endergebnis bei der Ernte aussieht, riecht, schmeckt, wiegt und wirkt. Bei der Vaterpflanze muss man sich auf seine Intuition verlassen und kann nur hoffen, dass man richtig liegt und sich die gewünschten Eigenschaften auch auf die nächste Generation vererben. Bei der Kreuzung von zwei hervorragenden weiblichen Pflanzen bestehen am Endergebnis kaum berechtigte Zweifel.

    Was die Leute wissen müssen ist, dass der Feminisierungsprozess sich nur auf die erste Generation behandelter Pflanzen auswirkt und nicht vererbt wird. D.h. man behandelt ausgewählte Pflanzen und erhält von diesen das weibliche Saatgut. Damit hat es sich. Anschließend sind die Pflanzen wieder fähig sich zweitgeschlächtlich zu entwickeln und fortzupflanzen. Im Gegensatz zu manchen Behauptungen trägt der Feminisierungsprozess nicht zur Ausrottung der Hanfpflanze bei.

    Oft bekommen wir zu hören, dass unser Saatgut nicht zu 100% weiblich sei und der ein oder andere Grower doch eine männliche Pflanze oder einen Hermaphroditen in seinem Grow gehabt hat. Grower müssen verstehen, dass es kein 100%iges Saatgut gibt und weibliche Hanfpflanzen die natürliche Gabe haben ihr Geschlecht zu ändern. Bei rund 0,01% weiblicher Pflanzen können umweltliche Bedingungen dazuführen, dass diese ihr Geschlecht ändern oder hermaphroditische Merkmale entwickeln.

    Bei regulräen Samen, haben sich die Grower an diese Fakten gewöhnt, aber manche erwarten von feminisierten Samen wahre wunder.

    In den letzten Jahren gab es eine wahre Explosion auf dem Samenmarkt, Immer mehr Samenbanken drängen mit neuen Sorten auch auf den spanischen Markt. Sweet Seeds hat innerhalb recht kurzer Zeit auch international einen sehr guten Namen gewonnen.

    Wir waren mit die Ersten die ausschließlich auf feminisierte Samen gesetzt haben. Dafür haben wir vor allem in der Anfangszeit viel Spott geerntet. Es war sicher gewagt als neue Samenbank "nur" mit weiblichen Samen auf den Markt zu gehen, aber wie man sieht hat es funktioniert

     

    mehr im thcene Heft Nr. 3

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