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  • Hanfsamen - CheeseWreck - Seedism Seeds - Trainwreck und Cheese


    11 October 2009
    CheeseWreck
    Vor den Zug geworfen

     
    Seedism Seeds (Niederlande) hat zwei der kommerziell erfolgreichsten Cannabissorten der letzten Jahre miteinander vermählt: Trainwreck und Cheese. Das interessante Ergebnis heißt CheeseWrecK und ist in feminisierter Form auf den Markt gekommen.

    Seedism-Züchter und -Inhaber Peter hat früher für The Flying Dutchmen gearbeitet, ist dort quasi in die Lehre gegangen. Vor etwa zwei Jahren gründete er mit Seedism dann seine eigene Seed Bank, genetisch bestens ausgerüstet. Die Hybridsorte CheeseWreck ist einer seiner jüngsten Releases. Hierbei ist es zum Gipfeltreffen von zwei der kommerziell erfolgreichsten Cannabissorten der letzten Jahre gekommen: Die aus Großbritannien stammende Cheese-Sorte (eine besondere Skunk-Variante, vgl. hanfblatt Nr. 107) wurde quasi vor den Zug geworfen, indem sie mit Trainwreck (= Zugkatastrophe) hybridisiert wurde. Peter gelang es dank bester Kontakte zur Exodus(Cheese) und Arcata-Crew (Trainwreck), sowohl an die originale Cheese-Genetik als auch Trainwreck-Genetik heranzukommen. Bei Trainwreck handelt es sich um eine Kombination aus mexikanischer, afghanischer und thailändischer Genetik. Diese extrem potente
    und süße Sorte stammt aus Humboldt County (Kalifornien/USA) und war lange Zeit ausschließlich als Steckling erhältlich. Mittlerweile ist sie aber auch als Samensorte erhältlich, zum Beispiel von Homegrown Fantaseeds. Trainwreck ist Sativa-dominant, wächst dank der Afghani-Genetik aber so kompakt wie eine Indica-Sorte. CheeseWreck ist ebenfalls Sativa-dominant, soll sich während der Blüte aber nur um 30-50% strecken (in Abhängigkeit von den Umgebungsbedingungen).
    Mr. Power Planter gelang es, ein 10er-Päckchen feminisierter CheeseWreck-Samen in seinen Besitz zu bringen. CheeseWreck ist im Handel nur in 5er-Verkaufseinheiten erhältlich, doch besondere Beziehungen ermöglichen besondere Seed-Packs. Neun von zehn Samen keimten und streckten sich eifrig dem Licht einer


    Es deutete sich an, dass die CheeseWreck-Plants am Ende mit zum Harzigsten gehören würden, das jemals in Mr. Power Planters Kammer gewachsen ist.


    115 Watt starken MaxGrow-CFL (4200 K) entgegen. Das Sämlingswachstum war erstaunlich homogen — wie das von Stecklingen. Die Jungpflanzen glichen sich wie ein Ei dem anderen. 16 Tage nach der Keimung leitete Mr. Power Planter bereits die Blüte ein, denn trotz des laut Seedism nur mäßigen Streckungseffekts hatte er gehörig Respekt vor der Sativa-Genetik und wollte auf keinen Fall zu hohe Pflanzen erhalten. Die CheeseWreckPflanzen waren zu diesem Zeitpunkt immer noch sehr einheitlich, sie wuchsen alle schön kompakt und unterschieden sich in der Höhe, wenn überhaupt, nur um ein oder zwei Zentimeter. Alle neun Pflanzen erwiesen sich bestimmungsgemäß als weiblich. Mr. Power Planter hatte sie zwischenzeitlich in 6,5-Liter-Töpfe, befüllt mit Plagron Standard Mix-Erde, umgetopft. Die Laubblätter der Pflanzen waren eher schmal und länglich (Sativatypisch), ihre dunkelgrüne Farbe aber spiegelte deutlich die enthaltene Indica-Genetik wider. Mit Einleitung der Blüte tauschte Mr. Power Planter die CFL-Leuchte gegen eine 600 Watt starke Hochdrucknatriumdampflampe von GIB Lighting aus, damit die Pflanzen genügend Lichtpower zur Ausbildung großer, dichter Buds erhielten.
    Schon früh begannen die CheeseWreck-Plants mit der Blütenproduktion und sehr bald nach dem Erscheinen weißer Blütennarben gesellten sich die ersten sichtbaren Harzdrüsen dazu. Die Harzproduktion kam ab der vierten Blütewoche stark in Schwung — immer üppiger wurde der Harzbelag auf Blüten und Blättern. Es deutete sich an, dass die CheeseWreck-Plants am Ende mit zum Harzigsten gehören würden, das jemals in Mr. Power Planters Kammer gewachsen ist. Auch war die Homogenität der neun Pflanzen nach wie vor insgesamt
    gegeben, wenngleich sich im Verlauf der Blüte doch gewisse Höhenunterschiede abzeichneten. Bei der Blütenstruktur wurden ebenfalls teilweise leichte Unterschiede offenkundig: Während die meisten Pflanzen mit ihren fett angeschwollenen, Indica-artigen Buds stark an ihre Cheese-Mutter erinnerten, gab es auch einen Phänotyp mit grazilerer, länglicherer Blütenstruktur, der eher unter die Kategorie Sativa fiel, ein weiterer Phäno lag irgendwo zwischen den ersten beiden. Auch beim Aroma offenbarten sich drei verschiedene Phänos. Fünf Pflanzen verströmten einen süßen, parfümartigen Duft, die anderen rochen erstaunlicher Weise nach Banane oder aber einfach nur fruchtig. Das allgemeine Wachstumsmodell hatte sich bei den Pflanzen während der Blüte nicht großartig verändert, sie hatten durch die Bank weg große, harte Top-Colas und ebensolche SideColas, wobei eine der Pflanzen mit einem dicht um die Top-Cola angesiedelten „Belagerungsring" sehr großer sekundärer Buds besonders imponierte. Das Blüten/ Blätter-Verhältnis der Pflanzen war hoch bis sehr hoch. Allen Pflanzen war gemeinsam, dass sie extrem harzig geworden waren und ihre Blüten dem Betrachter eine beeindruckende weiße Optik darboten. Mr. Power Planter registrierte auch mit großer Zufriedenheit, dass alle neun Pflanzen keinerlei Tendenzen zur Zwitterbildung zeigten, sie blühten samt und sonders rein weiblich. Die Endhöhe der Pflanzen war mit 80, 82, 85, 88, 91,


    Fünf Pflanzen verströmten einen süßen, parfümartigen Duft, die anderen rochen erstaunlicher Weise nach Banane oder aber einfach nur fruchtig.



    96, 96, 101 und 110 cm gemäßigt und sehr indoor-praktikabel. Sie begünstigte die Entstehung vieler großer Buds an den Pflanzen. Der Streckungseffekt während der Blüte erwies sich in der Tat als nur mäßig. Mr. Power Planter stellte jedoch fest, dass CheeseWreck ziemlich düngerempfindlich ist, trotz eines vergleichsweise geringen EC-Werts von maximal 1,6 mS reagierten manche der Plants mit verbrannten und leicht eingerollten Blattspitzen. Zehn Tage vor der anvisierten Ernte stellte Mr. Power Planter die Düngung ein, um einen süßen, organischen Duft und Geschmack der Blüten sicherzustellen. Sechs der Pflanzen waren nach 65 Blütetagen erntereif, die anderen drei benötigten knapp eine Woche länger. Dieses Ergebnis deckte sich mit der offiziellen Angabe (CheeseWreck-Blütezeit: 9-10 Wochen) von Seedism Seeds. Da der Blattanteil der Buds gering bis sehr gering war, fiel die Erntearbeit Mr. Power Planter sehr leicht. Nach dem Trocknen hatte er noch mal Grund zur Freude, denn mit durchschnittlich 38 g pro Pflanze hatte er für aus Samen gezogene Plants einen hohen Ertrag erreicht. Die drei ertragreichsten Pflanzen warfen 56, 44 und 41 g ab.
    Mr. Power Planters Smoke-Test hielt, was die megaharzigen und süßen Blüten versprachen: Extreme Potenz, vor allem in Indica-Form, CheeseWreck hat von Trainwreck deren heftigen „Couch lock effect" geerbt, der Konsument fühlt sich unter dem Eindruck hypnotischer, physisch lähmender Indica-Kraft wie an die Couch gefesselt. Allerdings blitzte inmitten dieser mächtigen Indica-Kulisse auch etwas Sativa-Wirkung auf, und zwar genug, um wach und geistig manövrierfähig zu bleiben. Dies war der dominante Phäno in Sachen IIigh, drei der Pflanzen bewirkten indessen deutlich weniger Indicaund dafür mehr Sativa-Effekte. Geschmacklich gab es bei allen Plants kaum Unterschiede, ihr süß-fruchtiger Geschmack ließ bei Mr. Power Planter keinerlei Wünsche offen. Klar, dass er von der neuen Sorte CheeseWreck insgesamt begeistert war.
    Fünf feminisierte Cheese-Wreck Samen sind für kaufberechtigte, also außerhalb Deutschlands lebende Personen zu einem Preis von gut 40 Euro erhältlich.

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  • Landrasse - Herkunft und Geschichte der Indicas


    25 September 2009

    Heute geht es um eine andere Cannabis-Unterart, die mindestens genauso viele Liebhaber hat wie Cannabis Sativa.

    Anders als bei reinen Sativas, deren Herkunft je nach Region verschieden sein kann, gibt es bei den Indica-Landrassen die Vermu
    tung, dass alle von einer alten Urform abstammen. Diese Grundgenetik ist das erste Mal im zweiten Jahrtausend v. Chr. in Indien aufgetaucht und verbreitete sich von dort aus schnell nach Ägypten, Persien und Asien. Heute findet man reine und ursprüngliche Landrassen in den Gebirgen, Hochebenen und Tälern Nepals, Marokkos, dem Libanon oder in Afghanistan und Pakistan, sogar in Russland, Burma und in China wurden schon wilde, kurz blühende Landrassen gesichtet. Vergleicht man diese untereinander, stößt man schnell auf viele ähnliche Eigenschaften. Aus diesem Grund nehmen Grower und Forscher gleichermaßen an, dass alle bekannten Indica-Sorten in gewisser Weise miteinander

    Aber warum übertragen die reinen indicas oft die besten Eigenschaften auf die nächste Generation?

    verwandt sind. Die typischen Merkmale dieser Genetik sind die kurze bis mittelhohe Wuchsform, die starke Verzweigung, eine sehr schnelle Blüte und vor allem der überdurchschnittliche Harzbesatz auf Blüten und angrenzenden Blättern.
    Durch die extremen Wetterbedingungen in den Anbauländern sind die Pflanzen im Laufe der Jahre anpassungsfähiger und stabiler geworden. Sie akklimatisieren sich schneller als Sativas, die bei Veränderungen im Lichtzyklus oder bei extremen Wetterbedingungen zu Zwittrigkeit neigen. Das machen sich natürlich auch die Züchter und Breeder zu Nutze. Lang blühende Sativas kreuzen sie mit schnell reifenden Indicas und erhalten so in der F1 einen sehr starken Hybriden, der vom High und dem Aroma einer Sativa gleicht, während der hohe Harzbesatz, der Ertrag und die schnellere Reife von dem Indica-Elternteil abstammen.
    Aber warum übertragen die reinen Indicas oft die besten Eigenschaften auf die nächste Generation? Der Grund liegt in den Genen. Merkmale wie Harzbesatz, frühe Reife oder Ertrag verhalten sich oftmals reinerbig-dominant und setzen sich somit auch in den verschiedenen Kreuzungen durch. Dazu kommt der Bastard- oder Heterosis-Effekt, dieser ist größer, je weiter der Genpool der Eltern sich unterscheidet bzw. auseinander liegt, und das ist bei Indica/Sativa Hybriden natürlich der Fall.
    Die Düngetoleranz ist bei afghanischen Sorten meist sehr hoch, es gibt aber auch Strains, wie z. B. die Lebanese, die auch mit wenigen Nährstoffen auskommen können. Wer reine Indicas indoor growt, sollte eine minimale Vegi-Phase von zwei bis vier Wochen einplanen, die Streckung ist bei weitem nicht so stark wie bei reinen Sativas, die oftmals bis in die vierte oder fünfte Blütewoche hinein wachsen. Indicas gehen schnell in Blüte, somit beginnt auch die Streckung früher und dauert in der Regel nur 10-14 Tage, danach stecken die Pflanzen ihre Energie in die Produktion von. Harz und Blütenmasse. Indoor sollten die Pflanzen wenig umgetopft werden, man nimmt besser gleich von Anfang an einen größeren Topf. Der Grund liegt in der kurzen Streckung, ist diese vorbei, stoppen auch die Wurzeln ihr Wachstum. Dies passiert meist in der dritten oder vierten Blütewoche. Man sollte den Pflanzen daher früh die Möglichkeit geben, ein großes Wurzelsystem auszubilden, das kommt natürlich schlussendlich auch der Endhöhe und der Wuchsform zugute.
    Ich rate, je nach Wachsturnsphase zu 6- bis 11-LiterTöpfen, somit erspart sich in manchen Fällen auch die nachträgliche Düngung. Durch die dichten Blütenstände steigt auch die Gefahr eines Schimmelbefalls in der Endblüte, wichtig ist hierbei, die Luftfeuchtigkeit genau im Auge zu behalten und für ausreichend Luftbewegung innerhalb der Box zu sorgen. In den letzten beiden Wochen sollte man den Wasserbedarf der Pflanzen täglich decken, am besten bevor die Sonne aufgeht, damit diese das Wasser im Verlaufe des Tages verbrauchen können. Eine Kontrolle des Headbuds kann natürlich auch nicht schaden, um auf Nummer Sicher zu gehen. Jede größere Seedbank bietet mittlerweile ihre eigenen Landrassen an, manche Züchter haben sich auch ganz auf diese ursprünglichen Strains spezialisiert, aber wie viel von dieser Original-Genetik auch wirklich noch enthalten ist, bleibt meist im Verborgenen oder ist nicht mehr nachvollziehbar. Oftmals besteht eine angebotene Kush-Landrasse aus einem Cross aus zwei reinen Indicas, die aus verschiedenen Teilen der Welt kommen. Samen dieser Landrassen haben meist eine braune Färbung, auf der feine schwarze Marmorierungen zu sehen sind. Wild wachsende Pflanzen erkennt man oft an winzigen Samen, die gerade mal die Größe einer Stecknadel haben. Oft findet man das bei wilden Sorten aus Nepal oder dem Hindukusch. Afghanische Strains können dagegen auch sehr große Seeds haben, die Farbe und das Muster sind aber in der Regel identisch.


    Der hohe MD- und THC-Gehalt lässt den Turn drückender und einschläfernd wirken, man kennt ja das typische Stoned einer Afghani.


    Afghanistan
    Mit die bekannteste Region, die als Herkunftsland verschiedener kommerzieller Strains gilt, zum Beispiel auch von der Maple Leaf Indica von Sensi Seeds, ein Backcross aus einer selektierten Afghani-Landrasse, oder auch Deep Chunk, die wohl begehrteste Inbreedline in der Growerszene weltweit.
    Das Land am Hindukusch hat einen Hochgebirgscharakter mit meist sehr kurzen und warmen Sommern, in denen kaum Niederschlag fällt, die Winter sind kalt und dauern etwas länger an, als in unseren Breiten. Seit vielen Generationen betreiben Bauern und große Familien auf einer Höhe von über 2.000 m ü. NN. den Cannabisanbau, diese Tradition wird in den schwer zugänglichen Gebieten trotz des Krieges nicht aufgegeben. Neben dem Mohnanbau ist gerade die Haschproduktion die zweite wichtige Einnahmequelle für Afghanistan und dessen Bevölkerung. Landrassen aus dieser Region blühen sehr schnell und wachsen klein bis mittelhoch, ihre Blüten erstrecken sich meist direkt am Hauptstamm, sind fest und äußerst kompakt. Der hohe CBD- und THC-Gehalt lässt den Turn drückender und einschläfernd wirken, man kennt ja das typische Stoned einer Afghani. Genich und Aroma kann man als haschig, vielleicht etwas süßlich/würzig beschreiben. Neben den grob gezackten und fleischigen Sonnensegeln bilden afghanische Sorten oft ein großes Wurzelsystem aus, was den Pflanzen besseren Halt auf den steinigen und unebenen Böden gibt. Triebe und Stamm sind kräftig und bilden im unteren Bereich viele kurze Verzweigungen, das gibt ihnen die typische Form eines Christbaumes. Durch den großen Headbud, die kurzen Nodien und die feste Struktur der Blüten haben Indicas einen sehr hohen Ertrag, das macht sie natürlich interessant für jeden Grower und Breeder. Bekannte Strains aus dieser Region der Welt sind: Deep Chunk, Mazar-i-Sharif oder auch die Maple Leaf Indica von Sensi Seeds. In 70% aller verfügbaren Kreuzungen findet sich heute Afghani-Genetik, ob nun als direkter oder indirekter Cross.


    Nepal
    Welcher Grower würde sich nicht mal wünschen, nach Nepal zu reisen, um dort von den berühmt-berüchtigten Tempelballs zu kosten? Der Cannabisanbau ist auch in diesem Teil der Welt schon lange Tradition, die geernteten Blüten und Pflanzen werden zwischen den Händen gerollt oder über Leinentüchern ausgeklopft, um das gute nepalesische Haschisch herzustellen. Leider kommt nur selten ungestrecktes Hasch auf den deutschen Schwarzmarkt. Die guten Qualitäten, sprich die ersten Siebungen, findet man schon seit Jahren nur noch sehr selten. Sorten aus Nepal wachsen etwas höher als afghanische, auch im Geruch und im Aroma gibt es kleine Unterschiede. Während das Nepal-Hasch immer einen superben Geschmack hat, kann das Rauchen von Gras auch mal keinen Spaß machen. Die Palette reicht von intensiv und scharf bis würzig/krautig, dagegen sind Turn und Wirkung der Landrassen überraschend psychoaktiv und lange nicht so drückend wie von afghanischen oder marokkanischen Strains. Der Harzbesatz und der THC-Gehalt sind sehr hoch und werden meist dominant vererbt, das macht diese Genetik optimal zum Breeden und Züchten. Die Pflanzen blühen früh und schnell, produzieren einen sehr guten Ertrag und eine Menge an Harz, das auch auf den großen Sonnensegeln und den Trieben zu finden ist. Bekannte Anbaugebiete im Königreich Nepal sind die Gangesebene oder auch die Hochebenen des Himalajas, dort ist die Tradition des Terrassenanbaus noch lange nicht vergessen. Jeden Sommer blühen diese Felder in einer unbeschreiblichen Pracht, auf einer Höhe von fast 2.500 m ü. NN. Das Wetter ist sehr wechselhaft und reicht vom tropischen Monsunklima bis zum eisigen Wind an den Wänden des südlichen Himalaja-Gebirges und seinen 8.000ern.


    Russland
    Die ehemalige Sowjetunion hat nicht nur den Kreml oder das Lenin-Mausoleum zu bieten, auch einige Landrassen kommen aus diesem Teil der Welt. Neben den vielen Cannabis Ruderalis-Arten gibt es auch im Süden Russlands einige spezielle Strains. Einen von ihnen, um genauer zu sein die Petrolia Headstash, stellen wir euch als Sortenportrait in der nächsten Ausgabe genauer vor. Auch heute noch kann man in dieser abgeschiedenen Region mit etwas Glück wild wachsende Indica-Landrassen finden. Es gibt immer noch sehr viele unzugängliche und unberührte Gebiete, in denen sich Pflanzen ohne Eingriffe des Menschen weiter vermehren können. Das Aroma sowjetischer Sorten ist haschig bis würzig, die Pflanzen bilden große Blätter mit schmaleren Blattfingern. Im Wachstum unterscheiden sie sich kaum von afghanischen Sorten, sie bleiben eher klein und buschig und besitzen ein niedriges Blatt/Calyx-Verhältnis. Harzbesatz und Ertrag sind sehr hoch, auch die Qualität des Endprodukts ist dementsprechend gut.


    Libanon und Marokko
    Landrassen aus diesen beiden islamischen Ländern haben eine sehr große Ähnlichkeit mit den Pflanzen und Sorten aus dem Hindukusch, sprich aus Afghanistan oder Pakistan. Ein sehr niedriges Blatt/Calyx-Verhältnis ist im Großen und Ganzen der größte sichtbare Unterschied, die Pflanzen wachsen vielleicht ein wenig kleiner und bilden etwas größere untere Seitentriebe aus. Markant ist auch die rötliche oder braune Färbung der Blüten zum Ende der Reifezeit. Aroma und Geschmack sind würzig und haschig, vielleicht etwas milder und süßlicher als in den anderen Ländern. Gerade in Marokko, aber auch im Libanon, werden die Cannabispflanzen hauptsächlich zur Haschproduktion angebaut, getrocknete Blüten sind oft voller Samen und werden in der Regel als weniger wertvoll angesehen. Der Haschexport ist die größte Einnahmequelle für Marokko, dessen Wirtschaft aufgrund der Kriege so gut wie nicht existiert. Wer kennt sie nicht? Die Europlatte oder den Stanni vom Dealer um die Ecke, die Qualität kann sehr stark variieren, leider findet man heute mehr gestrecktes als sauberes Haschisch. Die bekanntesten Anbaugebiete sind das Rif-Gebirge, die Ausläufer des Atlasgebirges und teilweise auch die Küstenregionen mit ihrem milden Klima. Indica-Landrassen findet man aber auch stellenweise im trockenen Wüstenklima im Landesinneren oder im Süden. Im Libanon wächst Cannabis meist in den Gebieten um die Bekaa-Hochebene oder an den Küstenregionen des Landes. Blue Hemps Lebanese ist wohl einer der bekanntesten Vertreter aus diesem Gebiet.


    Sortenbeschreibungen
    Deep Chunk: Man findet keinen anderen Strain, der mit einer solch enormen Menge Harz überzogen ist wie diese afghanische IBL. Blüten und Blätter sind dick mit Trichomen besetzt, es sieht aus, als wären die Buds mit Eis bedeckt und tief gefroren. Für viele ein Wunder der Natur. Deep Chunk wächst sehr langsam und produziert in seiner reinen Form sehr wenig Ertrag, dafür besitzen die harten und kompakten Nuggets eine überdurchschnittliche Potenz. Die Blüte verläuft sehr schnell, indoor ist DC in 40-50 Tagen voll ausgereift, beim Outdooranbau ungefähr Anfang bis Mitte September. Eines der Merkmale der DC sind die riesigen Blätter mit ihren langen Blattfingern, die kleinen Blütenblätter sind durch den Hartzbesatz immer etwas an den Rändern eingerollt. Die wohl bekannteste DC-Kreuzung bei uns ist Chocolate Chunk von T.H Seeds. Etwas unbekannter, aber mindestens genauso gut sind Powerhouse vom HillTempelCollektiv, die Lapis Mountain Indica von Cannacopia oder die neuen Kreuzungen von Zen Seeds, bei der Deep Chunk die Rolle eines Elternteiles übernommen hat. Wer sich mal an Deep Chunk versuchen möchte, sollte knappe 300 US-Dollar berappen und dann zuschlagen, wenn sie einmal im Jahr in einer Seed-Auktion angeboten wird. Als Breeder gilt Tom Hill, der seine DC seit einer Weile an das HTC weitergegeben hat.
    Lebanese: Eine sehr schnelle Indica-Variation, die indoor zwischen 45 und 50 Tagen Blütezeit braucht, um vollständig auszureifen. Outdoor ist die Lebanese Ende August, Anfang September fertig. Ihr würzig/fruchtiges Aroma und der Couchelock-Turn machen sie zu einer der beliebtesten Outdoorpflanzen in unserer Region. Ein Drittel aller Lebanese-Männchen besitzen einen AFEffekt und fangen deutlich vor den anderen Pflanzen zu blühen an. Die Lebanese wächst auch auf nährstoffarmen Böden und bringt trotzdem noch ihr ganzes Potenzial zum Ausdruck. Mittelfeste Blüten, die mit reichlich Harz überzogen sind, machen die Outdoorernte jedes Jahr zu einem Fest, der Ertrag ist gut bis sehr gut. Leider sind Blue Hemps Lebanese erst wieder im April/Mai zu haben.
    Nepali: Die Haschpflanze schlechthin ist in knappen 50 Tagen ausgereift und produziert dichte, mit Harz überzogene Blüten, die ein scharfes, leicht haschiges Aroma besitzen. Der Wuchs hält sich in Grenzen, Outdoor kann man mit einer Höhe von 150 cm rechnen, trotzdem bildet die Nepali viele Blüten und sichert ihrem Grower einen guten Ertrag. Es gibt zwei grobe Phänotypen, einen Berg- und einen Tal-Phänotyp, die sich leicht in der Struktur und der Blütenfarbe unterscheiden. Nepali-Sorten werden von einigen Samenbanken für günstiges Geld angeboten, eine Selektion lohnt sich allemal.
    Maroc: Scharf und würzig im Geschmack, drückend und fast narkotisch im Turn, das sind die groben Eigenschaften einer marokkanischen Landrasse. Die Pflanzen bilden meist einen großen Headbud, an den Seitentrieben wachsen eher kleine, sehr feste Buds, die mit einer schönen Schicht Harz überzogen sind. Auch Maroc-Sorten werden mittlerweile von sehr vielen Breeden angeboten. Es scheint aber so, als ob diese Genetik nicht so gut auf Feuchtigkeit reagiert, viele berichten von einem Schimmelbefall am Ende der Blüte.

     
  • Hanfsamen - Homegrown Fantaseeds - Hanfsamen Preisvergleich


    12 September 2009

    Auch in dieser Ausgabe steilen wir euch wieder bekannte und weniger bekannte Sorten vor, die im Laufe der Jahre von den findigen Hanfzüchtern entwickelt wurden. Alle Sorten kommen aus namhaften Hanfsamen Banken, die über viele Jahre Erfahrung auf diesem Gebiet sammeln konnten.

    Jaap von Homegrown Fantaseeds kennen wir schon seit vielen Jahren. Er hatte das große Glück, die alten Hanfsorten, also die komplette Genetik von Positronics übernehmen zu können. Positronics war in den achtziger Jahren nicht nur der erste Growshop in Holland, sondern auch die erste Hanfsamen bank. Optimale Voraussetzungen für die Gründung einer eigenen Seedbank und für eigene Sorten noch dazu. Das zeigen die zahlreichen Preise und Auszeichnungen, die Jaap mit seinem Team von Fantaseeds bereits feiern durften ...
    www.homegrown-fantaseeds.com
    Fon: 0031 20 423 00 35


    CHEESE 100% female

    Die originale Genetik der Cheese kommt eigentlich aus England. Diese sehr potente und stark riechende Indika (der Name ist Programm) hat bereits 2004 den Cannabis Cup gewinnen können. Wie Jaap uns berichtet, war sie von Beginn an sehr beliebt bei den Besuchern seines Coffeeshops in Amsterdam. Es hat ihn jedoch einige Zeit gekostet, sie durch Rückkreuzung so weit zu stabilisieren, dass auch alle Hanfsamen die Erwartungen erfüllen können. Doch nun kann er eine Sorte anbieten, die eine hoch qualitative Genetik garantiert, mit üppigen Pflanzen und gutem Ertrag. Als Blütezeit gibt er etwa zehn Wochen an. Im Freilandanbau sollte sie im Oktober fertig geblüht haben.


    Amazing Haze

    Dass Jaap auch einen Coffeeshop besitzt, hat seine Vorteile. Denn so konnte er während des Cannabis Cups 2006 die ersten Resultate dieser relativ neue Kreation direkt vom Kunden testen lassen. Bei Amazing Haze handelt es sich um eine Sativa, die aus der fruchtigen Caramella und der mittlerweile berühmten Amnesia Haze gezüchtet wurde. Gerade Letztere lässt eine potente, große Pflanze erwarten - etwas für Genießer und Kenner. Was den Anbau anbetrifft, aber auch eher was für Könner, denn die Amazing Haze braucht die richtige Pflege und Aufmerksamkeit. Bekommt sie genug davon, so erzählt uns Jaap, wird sie zu einer besonderen Pflanze mit intensivem Aroma und hoher Potenz. Sie produziert extrem viel Harz, braucht dafür aber auch bis zu 12 Wochen Blütezeit.

     

    grow 03/09

  • Hanfsamen - Magus Genetics Hanfsamen - Hanfsamen Preisvergleich - Hanfsamen Seedbank


    01 August 2009
    Hanfsamen - Magus Genetics

    Gerrit von Magus Genetics Hanfsamen:

    Vom "Grease Monkey" zum Top-Züchter


     
    Gerrit Slot, der Gründer, Inhaber und Breeder der kleinen, aber feinen niederländischen Seed Bank Magus Genetics, hatte bereits ein sehr bewegtes und abwechslungsreiches berufliches Leben hinter sich, als er allmählich in den Job des Cannabiszüchters hineinwuchs. „I had a shipload of different jobs", erzählt Gerrit, „darunter waren zum Beispiel Elektriker, Wartungsspezialist, Lackierer in der Industrie, „Grease Monkey" (Automechaniker), Stahlgießer und Bar­keeper - um nur einige zu nennen..." Doch Gerrit, der früher mit seiner dauergewellten Lockenpracht aussah wie „ Wolfgang Petri an Dope", bekennt freimütig, dass er schon immer ein Problem damit hatte, unter einem Chef zu arbeiten, „Ich war nicht besonders gut im Anerkennen von Autoritäten", berichtet er. Text: Lux Cool
     
    Bevor er sich intensiv mit der Hanfpflanze beschäftige, war Gerrit ein Mensch, der öfters mal zuviel Alkohol trank und dann unange­nehm und aggressiv wurde. Gekifft hatte er zum ersten Mal im äußerst zarten Alter von elf Jahren, damals aber keine Wirkung gespürt. Danach war mehrere Jahre Sendepause in Sachen Cannabis, erst mit 18 Jahren zog Gerrit wieder an Joints, aller­dings nur, wenn er betrunken war, was dazu führte, dass Gras ihn eigentlich immer nur dämmerig und passiv machte. Erst einige Zeit später, als er beschlossen hatte, "Schluss mit der Sauferei" zu machen, bemerkte er, dass "Cannabis eine Menge mehr mit mir anstellen konnte als mich einfach nur in Schlaf zu versetzen." Zum Beispiel, dass er auf Ganja entspannt und friedfertig wurde, nicht mehr so sprunghaft in seinen Aktionen war und - das war für ihn das Wichtigste - dass es ihm half, die Finger vom Alkohol zu lassen. Gerrit: "Cannabis hat mein Leben verändert und bereichert." Das trifft in jeder Hinsicht zu. Auch finanziell hat sich seine grüne Umorientierung gelohnt, seine Seed Bank Magus Genetics zählt seit über zehn Jahren zu den besten Adressen im Business, vor allem seine Trumpfkarte, die Sorte "Warlock", hat Gerrit berühmt gemacht. Die Entstehungsgeschichte dieser Sorte ist sehr ungewöhnlich, wie auch die Entstehungsgeschichte seiner Seed Bank überhaupt. In den frühen 90er Jahren begann Gerrit mit dem Home-Growing, und zwar im Freiland. Die dazu benötigten Hanfsamen hatte er aus Afghani- und Skunk-Buds herausgelesen, die er 1989 in einem Coffeeshop gekauft hatte. Als die Pflanzen heranwuchsen, entstanden aus den Afghanis nur Männchen, aber Gerrit hatte damals noch überhaupt keinen Plan, wie man beim Hanf Männchen und Weibchen unterscheidet, so dass es zur Bestäubung einer weiblichen Skunk-Pflanzen mit Afghani-Pollen kam und Gerrit am Ende zahlreiche Hanfsamen erhielt.
    Im anschließenden Winter begann er auch mit dem Growing unter Kunstlicht und kultivierte dabei hauptsächlich Stecklinge, die er einem Bekannten für kleines Geld abgekauft hatte. Natürlich aber war Gerrit neugierig und wollte wissen, ob die Hanfsamen aus seiner unbeabsichtigten Eigenproduktion etwas taugten. Er baute also auch einige Skunk x Afghani-Pflanzen an, sowie nochmals einige der reinen Skunk-Samen aus den gekauften Buds. Er sollte schnell merken, dass seine Eigenkreuzung sehr viel starkwüchsiger war als die reinen Skunk-Pflanzen, diesen in Sachen Geruchs-und Geschmacksqualität jedoch nicht ebenbürtig war. Weil er über keine Skunk-Samen mehr verfügte, beschloss Gerrit, eine reine Skunk-Dame mit dem Pollen einiger männlicher Skunk x Afghani Hybriden zu bestäuben. Die daraus resultierende Nachkommenschaft erwies sich sowohl als sehr wüchsig und sogar auch der Skunk-Mutter in Sachen Aroma und Potenz überlegen. Der Ertrag fiel indessen suboptimal aus. Aus diesem Grund kultivierte Gerrit in der Folgezeit weiterhin im Wesentlichen zugekaufte Stecklinge, seine Eigenkreuzungen standen in geringer Zahl an den lichtärmeren Außenseiten des Grow-Raums, überschattet von den zugekauften Stecklingen.
    Bei dieser Raumaufteilung blieb es bis zum Frühjahr 1993, bis Gerrits Stecklingslieferant in Schwierigkeiten geriet und er notgedrungen die gesamte Anbaufläche mit seinen eigenen Hybriden füllen musste. Dadurch entdeckte er, dass der Grund für den bis dahin geringen Ertrag seiner eigenen Kreuzungen ganz simpel deren ungünstiger Standort im Schatten gewesen war! Jetzt, da sie eine optimale Lichtintensität erhielten, performten Gerrits Skunk x Skunk/Afghani auf einmal sehr gut und warfen hohe Erträge ab. Er entschloss sich folglich, ab nun ausschließlich sein eigenes genetisches Material zu kultivieren, anstatt von anderen Growern abhängig zu sein. Parallel dazu war Gerrit in Kontakt mit dem sehr populären Amsterdamer Coffeeshop "Bluebird" gekommen, der die Buds von Gerrits Eigengewächsen unter der Bezeichnung "Warlock" vermarktete und verkaufte.
    Warlock kam bei den Bluebird-Kunden extrem gut an, ständig war die neue Sorte ausverkauft. Deshalb arbeitete Gerrit fieberhaft daran, den Ertrag seiner Eigensorte weiter zu verbessern. Dies versuchte er aber nur über die Optimierung der Anbaufaktoren zu realisieren, züchterisch wurde Warlock für lange Zeit nicht weiter bearbeitet, Gerrit reproduzierte aus einer einzigen Anfangsmutter immer wieder das selbe genetische Material, indem er jahrelang Stecklinge von Stecklingen schnitt. Doch ihm dämmerte, dass dies nicht ewig möglich sein würde, weil die Qualität mit den Jahren nachlässt, und hatte große Sorge, auf einmal mit leeren Händen dazustehen, falls doch einmal die Polizei vorbeischauen und seine Mutterpflanzen beschlagnahmen würde. Zudem machte er sich Sorgen über die Keimkraft seiner mehrere Jahre alten Original Hanfsamen. Gerrit entschied sich, einen Cut in der Produktion zu machen und die ganze Züchterei viel professioneller aufzuziehen.
    Einen zusätzlichen Motivationsschub erhielt er durch die Tatsache, dass Bluebird mit seiner "Warlock" beim 1997er High Times Bio Cannabis Cup den dritten Platz belegt hatte. Gerrit begann, viel botanische und züchterische Literatur zu lesen, wodurch ihm unter anderem bewusst wurde, dass er sehr viel mehr Platz brauchen würde, um das züchterische Optimum seiner Hybride voll ausreizen zu können. Er mietete einen sehr viel größeren Zuchtraum an und registrierte ab Januar 1998 seine Operation ganz regulär bei der örtlichen Handelskammer. Zwischen 1997 und 1998 arbeitete Gerrit mit 50 verschiedenen Zuchtlinien, die er aus 25 weiblichen Individuen und 2 verschiedenen Männchen erzeugt hatte. Beim High Times Cannabis Cup 1998 war es dann so weit: Gerrit führte die Sorte Warlock offiziell auf dem Markt ein.
    Fürwahr eine kuriose Entstehungsgeschichte. Der Fall, dass aus Hanfsamen, die aus gekauften Buds gewöhnlicher Kommerzsorten wie Afghan und Skunk herausgelesen wurden, etwas züchterisch Hochwertiges entstand, ist wohl einmalig. In den Jahren danach experimentierte Gerrit innerhalb des Warlock Genpools mit weiteren Linien, was dazu führte, dass Warlock einen neu komponierten genetischen Vater bekam. Dieser stand dann Pate für die Erschaffung neuer Sorten: Zunächst "Exile" (Warlock x White Widow/Northern Lights), dann "Starwarz" (Warlock x Sensi Star, diese Sorte wurde später in "Motavation" umbenannt) und das fruchtige Ertragswunder "Double Dutch" (Warlock x pre-2000 Chronic). Vor einigen Jahren kam noch die sehr gelungene Outdoor-Sorte "Biddy Early" (Early Skunk x Warlock) dazu. In jüngerer Zeit erschien "Biddy's Sister", eine Indica-lastige Schwester von Biddy Early, ebenfalls für die Outdoor-Kultivierung gedacht. Und mit "Mosaic" gibt es mittlerweile auch einen Multi-Mix aus MagusSorten. Für das nächste Jahr plant Gerrit die Veröffentlichung der exotischen "Masibindi" (Zamal x Warlock), die afrikanische Genetik enthält. Gerrit kultiviert seine Plants in einem gewöhnlichen Torf/PerliteGemisch, pH 5,8 und EC 0,8. Für Pflanzen, die bis zu 60 cm hoch sind, benutzt er 7,5 1-Töpfe. Die Tages/Nachttemperatur beträgt 25 bzw. 15 °C, bei etwa 70 % Luftfeuchtigkeit während des vegetativen Wachstums, in der Blüte sicherheitshalber deutlich darunter. Zur Samenproduktion setzt Gerrit jeweils zwei männliche und zwei weibliche Pflanzen ein, wobei es sich um jeweils identische Kopien handelt, nach dem sicheren Motto "Doppelt hält besser." Deswegen hat Gerrit sie zudem auch auf zwei verschiedene Locations aufgeteilt.
    Viele von Gerrits Sorten wurde mehrfach mit Preisen bei internationalen Cannabis-Cups und Cannabismessen ausgezeichnet, immer wieder wird seine gute Arbeit von der growenden und rauchenden Zunft geschätzt und offiziell anerkannt.
    Natürlich hat er auch den großen Trend auf dem Samenmarkt nicht verschlafen und bietet mittlerweile alle seine Sorten (außer Biddy's Sister) auch in feminisierter Form an. "Ich hechel nicht den Trends, dem jeweils aktuellen Hype hinterher", sagt Gerrit, "ich bin heutzutage immer noch so froh über den Glücksgriff Warlock wie ich es damals war und baue alle meine neuen Sorten rund um diese Genetik herum auf". Ein Glücksgriff war auch, seine Frau Corina kennengelernt zu haben, die in der Firma seine rechte Hand ist. "Sie ist die einzige Sache im Leben, die einen noch größeren Einfluss auf mich hatte als Hanf", sagt Gerrit.

     


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