Growexpertin Hanna Bliss hat schon viele der existierenden Cannabissorten auf ihre Schwächen und stärken In- und Outdoors getestet. In den folgenden Ausgaben wird sie von ihren Ergebnissen mit verschiedenen Cannabisklassikern und Neuzüchtungen berichten. Den Anfang macht eine legendäre und mehrfach ausgezeichnete Sorte von Serious Seeds
In den grünen Adern der White Russian fließt der adelige Pflanzensaft von Hanfsorten aus fast jedem legendären Ursprungsort dieser Erde. Schon aus diesem Grund, ist White Russian eine faszinierende experimentelle Kreuzung, die Neugier weckt. An der auswahl der Eltern ist zu erkennen, dass das hauptsächliche ziel darin bestand, eine extrem potente Pflanze im alchemistischen Versuchslabor entstehen zu lassen. Warum sonst, würden die Breeder ausgerechnet das "One-hit Wonder" AK-47 mit der kraftvollen White Widow paaren? Die AK-47 erfolgt aus Kreuzungen von Cannabispflanzen beheimatet in kolumbien, Mexiko, Afghanistan, und Thailand. Zu diesem ethnischen Potpourri gesellt sich der indisch-brasilianische einfluss seitens der White widow. Und nun die spannende Frage: ist diese Mischung zum Chaos-Cocktail mutiert oder ist sie die königliche Geburt einer grossartigen Zeugung?
Um diese Frage zu beantworten, wurden ein paar Packungen Hanfsamen von Serious Seeds gekauft und "seriously" getestet. Laut angaben der Seedbank hat White russian in holland, bei einem gross angelegten Vergleich von 150 Cannabissorten in Gewächshäusern, mit Messwerten von 22% THC als stärkste Sorte abgeschnitten. Um zu sehen, wie sich diese Sorte im Gewächshaus tatsächlich von der Konkurrenz hervorhebt, entschieden wir uns dafür einen ähnlichen - aber bescheideren - Test durchzuführen. die Keime wurden unter einer 400W Lampe in Erde gezüchtet mit der absicht, die jungen Pflanzen nach einem monat Vegativzeit im Gewächshaus in Blüte zu stellen. Gleichzeitig, befanden sich auch andere gute bis hochwertige Hanfsamen (wie Blueberry, Northern Lights #2, Mazar, Nebula, K2, usw.) im gleichen Verfahren, um sie mit der White Russian zu vergleichen.
Die Keimlinge brauchten zwei wochen um sich zu etablieren und mit dem vegetativen Aufbau zügiger voranzuschreiten. Diese Sorte besitzt deshalb nicht den typischen "Hybrid Vigor", der sich durch extrem rasche vegetative Entwicklung bemerkbar macht. Nach dem verzögerten anfang, nimmt der Längenwuchs als erstes zu und bleibt weiterhin bis zur Hauptblüte betont. Wir mussten, trotz 18 Stunden Lichtzyklus, nicht lange auf die ersten Merkmale der weiblichen und männlichen Blütenansätze warten. Im Vergleich zu anderen sorten, zeigten die meisten White Russian nach 3 1/2-4 Wochen die ersten Blüten von selbst an, und blühten unvermindert fort während sie noch vegativ wuchsen. Bei der Auswahl einer Mutterpflanze war das einerseits hilfreich und andererseits verursachte die geringe Fotosensitivität einige Schwierigkeiten weil die Blütensätze, trotz Umstellung auf 22 Stunden Licht, sich ungebremst weiterentwickelten.
Nach 4 Wochen Vegetativzeit sieht eine typische White Russian immer noch schlank, und mit wenig Blattwuchs, etwas unterentwickelt aus. Das sollte aber nicht davon ablenken die Blütephase bald einzuleiten es sei denn, man hat vor eine sehr grosse Pflanze zu züchten, die eventuell beschnitten werden muss. In ubserem Experiment, blieben zwei Mutterpflanzen zurück, während die anderen weiblichen Exemplare in das Gewächshaus wanderten. die Blüte entwickelte sich kontinuierlich und auch die Seitentriebe bildeten schöne, kompakte Blütenstauden. Es gab eine bemerkenswerte höhere anzahl von weiblichen Pflanzen (65%) - dazu 10% ausgeprägte Hemaphroditen, die gleich in den ersten 8 Tagen der Blühphase auf dem Kompost landeten. an der Pflegeleichtigkeit und Entwicklung der Pflanzen gab es nichts zu bemängeln, bis wir unangenehm überrascht feststellten, das Spinmilben mit großem Vergnügen ihre Kolonien auf den Blättern ausbreiteten. Mittendrin zwischen den vielen anderen Hanfpflanzen, suchten sich Spinnmilben die White Russianj bevorzugt aus um sich niederzulassen und zu vermehren. Die Situation erforderte gründliche Behandlung mit Neemöl, welche aufgrund der geringen eigenen Abwehrkräfte von White russian gegen die Spinnmilben, in regelmässigen abständen bis kurz vor der Ernte wiederholt wurden. Durch diese Behandlung und dem Schädlingsbefall sind die Sonnenblätter an den ohnehin spärlich beblätterten Pflanzen allmählich vergilbt. Der Blütenentwicklung tat dies allerdings kein Abbruch! Nach 7 1/2 Wochen Blühphase bohen sich die zarten Seitentriebe unter ihrer Last.
Die geringen Abwehrkräfte und Start-schwierigkeiten der White Russian sind sehr wahrscheinlich auf genetische Ursachen zurückzuführen (ein bisschen "Chaos" ist also doch entstanden). Dennoch gelang es den Pflanzen dank guter Pflege diese Probleme zu überwinden und sie enttäuschten nicht beim endergebnis. Zur Reife hin erreichten sie eine sehr einheitliche Grösse von ca. 100-110 cm und benötigten eine zentrale Stütze mit Bambusstöcken damit die Triebe nicht abknickten.
Von Serious Seeds ist das Erntedatum zwar ab 56 Tagen angegeben, aber diese Zeitrechnung wird im anbau mit Erde kaum zu erreichen sein. die Ernte konnte frühestens nach 60 Tagen an einigen Seitentrieben erfolgen und die Mehrzahl der Pflanzen blieb bis zu 70 Tage stehen. unter einer 50x Lupe schillerten die Kristalle immer noch hellglänzend bis milchig weiss zu diesem Zeitpunkt. Nach all den Mühen mit der Schädlingsbekämpfung, bescherten die ästethischen funkelnden buds - die wie Weihnachtskugeln an den Internodien sitzen - und die elegant geformnten Haupttriebe, eine besondere Freude. Obwohl die gut ausgefüllten, schweren Blüten vielversprechend aussahen ergab die Ernte, aufgrund der schlanken Form der Haupttriebe, ein durchschnittliches Trockengewicht von 25-28 gr. pro Pflanze. Mit Hydrokultur ist der Ertrag sicherlich steigerungsfähig.
Was an Gewicht ein bisschen mangelt gewinnt der Grower allerdings an qualität zurück. Angenehm neutral im Geschmack (erinnert etwas an White widow) und mit einem euphorisierenden, intensiven Sativa High hinterlässt White Russian keine Zweifel an ihren edlen Stammbaum. Von der Stärke her, darf sich White russian zu den anderen adeligen sorten im Test gesellen, enthront aber weder Kali mist noch super Silver Haze, die weiterhin das königliche Zepter unterinander teilen wenn es um die Stärke des High geht.
Fazit:
Eine Sorte der gehobeneren Klasse für schädlingsfreie Gärten.
Vorteil:
zeigt rasch Blüten an
geeignet für engen Anbauraum/Sea of Green (SOG)
für alle Anbaumethoden geeignet
hohes Blüten zu blätter Ratio
guter Qualitätsertrag mit durchschnittlicher Blütezeit
Nachteile:
geringe Wiederstandskraft gegen Spinnmilben
ersten Wochen fehlt kräftiger Wachstum
Mutterpflanzen neigen zur blüte (das sogenannte autoflowering)
Stecklinge von Mutterpflanzen vom Hanfsamen benötigen längere Zeit zum wurzeln
Schnell Schneller am Schnellsten
Zu Sensi Seeds und Ben Dronkers muss heute nicht mehr viel erzählt werden, die grösste und bekannteste Seedbank der Welt hat schon mehrere Klassiker veröffentlicht, unter ihnen Hochkaräter wie Jack Herer, Northern Lights, die Hashplant, Jack Flash um nur mal einige wenige zu nennen. Die erfolgreichste Sorte, seit der Gründung der Samenbank, ist und bleibt aber die "Mother's Finest" mit ganzen sieben auszeichnungen. Sensi Seeds hat für jeden das richtige im angebot, ob eine schnelle Sativa für den Outdoorbereich, eine harzige Indica für Indoor oder weibliches Saatgut, kein Wunsch bleibt bei diesem breit gefächerten Sortiment offen.
Wir haben und bei diesem Growdurchgang für die Maple Leaf Indica entscheiden. Für 50 Euro pro Packung erhält man zehn reguläre Hanfsamen dieser Afghanischen Inzuchtlinie, deren Ursprung in Nord Afghanistan liegt, genauer gesagt in der Region um Mazar-i-Sharif. Durch eine rückkreuzung auf einen elternteil konnte man einige wichtige Eigenschaften auf der nächsten Generation fixieren und festhalten, dadurch wurde die Maple Leaf homogener und die Anzahl der Phänotypen reduzierte sich merklich. in einem Seedbatch gibt es durch die ziemlich reine Genetik nur wenige unterschiedliche Phänotypen.
Neben einem guten Ertrag verspricht Sensi Seeds ein sehr leckeres zitronige/süssliches Aroma und einen überdurchschnittlichen Harzbesatz, die Blütezeit gibt der Breeder mit 45-50 Tagen an, man darf also gespannt sein ob die Pflanzen diese relativ kurze Zeit einhalten oder ob sie doch deutlich überschritten wird.
Für diesen Growsurchgang standen fünf Stecklinge der Maple Leaf Indica zur Verfügung, einer wurde gleich zur Genetikerhaltung in die Mutterbox gesetzt, die anderen vier kamen zeitgleich in grosse 11 Liter Töpfe, die mit einem Gemisch aus Composana Universal Erde und 10% Perlite gefüllt waren. Für die nächsten acht Tage beleuchtete eine 400W Lampe mit blau/weissen Spektrum die kleinen Pflanzen für mindestens 18 Stunden pro Tag. Hierzu muss ich sagen, dass die Vegiphase gerade bei dieser reinen Indica absichtlich sehr kurz gehalten wurde, um kleine und kompakte Pflanzen zu erhalten. In der Regel hätte man die Wachstumsphase noch um ein, zwei wochen verlängern können oder sogar müssen. Anfangs wuchsen die Pflanzen nur langsam heran und hatten bei Blüte einleitung gerade mal die 20cm Marke erreicht. Neben der Photoperiode wurde nun auch noch die Beleuchtung geändert, anstelle der 400W strahlten jetzt 600W auf die kleinen aber recht kompakten Pflanzen nieder.
Schon ein paar Tage nach der Umschaltung auf den 12 Stunden Rhytmus fingen die Damen an, sich mehrere Zentimeter am Tag in die Höhe zu strecken. Nur wenig später begann die Bildung der ersten Griffel und Blütenstände. Ein früher Zeitpunkt, wenn man bedenkt das die Maple Leaf Indica erst eine knappe Woche in der Blüte stand.
Nach nur 19 Tagen unter 12 Stunden Beleuchtung stellten die Pflanzen ihr Wachstum komplett ein und konzentrierten sich voll und ganz auf die Harz und Blütenbildung, überall kamen Trichome zum Vorschein und auch die blütenmasse wurde täglich grösser. Es war wirklich erstaunlich wie schnell die Maple Leaf sich nach der Umstellung entwickelte.
Die Höhe der vier Pflanzen lag jetzt bei 50cm. Vom äusseren Erscheinungsbild ähnelten die Pflanzen eher einer Kush Variation. die typischen Afghani Blätter, die langen Blattstängel und die verzweigte Statur waren in keinster Weise auszumachen. Die wenigen Seitentriebe blieben im Verlaufe des Grows recht klein, entwickelten aber viele dicht aneinander stehende Blütenkelche, welche eine ovale bis Runde Form hatten und täglich grösser wurden. Diese auffällig, grobe Blütenstruktur erinnert mich stark an eine AK-47 oder eine sour diesel am Ende ihrer Blüte.
Mittlerweile war der Blütetag 30 erreicht, alle vier Damen hatten einen sehr grossen Headbud audgebildet, auch an den unteren Trieben hingen dicke Blütenstände, die jeden Tag noch mehr an Gewicht zulegten. Der Harzbesatz war überdurchschnittlich gut und liess nicht nur Blütenkelche in einem funkelnden weiss erscheinen, auf allem umliegenden Blättern fanden sich Trichomen im Überfluss.
Durch die grossen aufgequollenen Calyxen nahmen die Buds eine immer dichtere und gleichmässige Struktur an, es entwickelten sich kleine Türme aus geschwollenen blütenkelchen, die in ihrer Grösse einem befruchteten Calyx in nichts nachstanden. Durch den enormen Harzbesatz wurde der Geruch natürlich deutlich stärker, hatten die Maple Leaf anfangs noch einen eher süsslich/fruchtigen Geruch, wurde das Aroma im Verlauf des Grows ein wenig saurer.
Es gab jetzt die erste und gleichzeitig letzte Düngung in Form des A+B blüte Grunddüngers von Advanced Nutrients und die Zusätze Big bud, Tarantula und Overdrive vom gleichen Hersteller. Langsam färbten sich auch die ersten Griffel braun, Blüte und Buds begannen nun langsam auszureifen, legten aber nochmals einen enormen Endspurt hin.
Alle vier Pflanzen reifen zur gleichen Zeit aus, 54 Tage nach Blüte einleitung konnten die Maple Leaf Indica geerntet werden. Das Maniküren ging sehr schnell, die wenigen Blätter waren rasch entfernt und so konnten die Blüten an einen dunklen Ort zum trocknen aufgehangen werden. Nach 14 Tagen wurde die erste Rauchprobe genommen, ein zitroniger, etwas würziger Geschmack macht sich schon bei den ersten Zügen bemerkbar. Sehr angenehm, wobei das Zitronige etwas überwiegt. Der Turn kommt nur sehr langsam, zuerst macht sich eine entspannte Wirkung bemerkbar aber spätestens nach weiteren 10 Minuten ist dieser Zustand hinfällig und das schwere, drückende stoned einer reinen Indica macht sich deutlich bemerkbar. die trockenen Blüten waren fest und kompakt, die Oberfläche ist durch die grossen Calyxen sehr ungleichmässig und grob, optisch aber sehr schön anzuschauen.
Der Ertrag war bei allen Pflanzen sehr gut, im durchschnitt brachte eine ca. 52cm grosse Pflanze über 29g Trockengewichtr auf die Waage, was bei dieser Grösse ein sehr gutes Ergebnis ist.
Man liest in den hiesigen Grow Foren nur wenig über die Maple Leaf Indica, dabei hat diese Genetik doch so einiges zu bieten. Harzbesatz, Ertrag, Aroma und Geschmack sind wirklich erstklassig, für mich deshalb eine der besten Sorten die Sensi Seeds zu bieten hat.
Bis zum nächsten Mal,
Sorteninfo:
Name: Maple Leaf Indica / Sensi Seeds
Genetik: Afghani IBL/Bx
Medium: Composana Qualitätsblumenerde
Licht: 400W/600W
Vegi: 8.Tage
Blüte: 54.Tage
Dünger: Advanced Nutrients Grunddünger und Zusätze
Ertrag: 50cm-30g / 54cm-34g / 52cm-27g / 50cm-30g
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Die meisten in dieser Rubrik vorgestellten Hanfsamenbanken kamen bisher aus den Niederlanden. Für diese Ausgabe haben wir jedoch mit dem Gründer einer Hanfsamenbank in England gesprochen. Die rechtliche Situation für derartige Firmen ist nicht wirklich schlecht, zumindest erlaubt das Gesetz –im Gegensatz zu Deutschland – den Handel mit Hanfsamen, so lange sie nicht für illegalen Anbau bestimmt sind. Noch wird Cannabis als Stufe B-Droge geführt und steht damit auf einer Stufe mit Ecstasy. Wenn aber, und das hoffen viele britische Hanffreunde, Cannabis im nächsten Jahr auf Stufe C zurückgestuft wird, würde dies bedeuten, dass Hanfkonsum nicht mehr behördlich verfolgt werden muss. Gute Aussichten für die englische Hanfbranche ... Für unser Interview unterhielten wir uns mit Tom, dem Gründer der Firma Seedsman.
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grow! Was hat dich motiviert, eine Hanfsamenbank zu gründen? grow! Baut ihr eure Samen selbst an oder kauft ihr die irgendwo ein? grow!Woher hast du dein Wissen über Cannabis? grow! Wie viele Sorten bietet ihr an? grow! Was sind deine persönlichen Favoriten? grow! Wohin verkauft ihr eure Hanfsamen? grow! Hattest du schon mal Probleme mit der Polizei? grow! Wie schätzt du die rechtliche Situation in England ein? Wird es einfacher für dich? grow! Hast du noch einen guten Tipp für unsere LeserInnen parat, was das Thema Seeds und Growing betrifft? grow! Danke für dieses Interview! |
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Hawaiian Indica ist ein Indica/ Sativa-Hybrid mit sehr großen weiblichen Blüten. Die Pflanze produziert Harz sowohl auf den Blättern als auch auf den Blüten. Hawaiian Skunk zeichnet sich durch seinen Zitrusduft und einen würzigen Geschmack aus. Der Rauschzustand ist erhebend und wirkt zerebral. Die Pflanze ist kleinwüchsig und rundlich mit außergewöhnlich breiten Blättern, die einen üppigen Ertrag produzieren. |
Genetik: Hawaiian Indica x Skunk No. 1 Sorte: Indica / Sativa (62,5 % Indica) Typ: F1-Hybrid Erntezeitpunkt: Oktober Blütezeit: 11 Wochen THC-Gehalt: 11-17% Merkmale: Würziger Geschmack / guter Ertrag |
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Interview führte GROW Ausgabe 06-03
Hallo Manolo und Carlos, tut mir den Gefallen und stellt euch unseren Lesern kurz selbst vor. Wie habt ihr euch von Growern zu Hanfzüchtern neuer Cannabissorten entwickelt?
Wir sind schon seit jungen Jahren Cannabisliebhaber und haben schnell selbst damit begonnen Hanf anzupflanzen. Über die Jhre haben wir dann angefangen Pflanzen mit besonderen Merkmalen in der form von Mutterpflanzen, Stecklingen und schließlich auch Hanfsamen zu konservieren. Vor ein paar Jahren stolperten wir in mittlerweile verschwundenen Internetforum Cannabis Culture über die Forschungsarbeit zur Geschlächtswandlung von Hanf des Professors Mohan Ram von der Universität in Neu Delhi, die er in den 70'er Jahren durchgeführt hat.
Das war der ausschlaggebende Zeitpunkt, an dem wir uns entschlossen haben unsere eigenen Cannabissorten zu züchten. Schon mit den ersten Kreuzungen erzielten wir erstaunliche Ergebnisse. die Pflanzen die wir gewannen waren um vieles potenter und ertragreicher als alles was wir bisher aus herkömmlichen Samen gezogen hatten. Der nächste Schritt war dann die Gründung unserer eigenen Samenbank.
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Wann nahm die Idee eine eigene, spanische Samenbank zu starten konkrete Formen an?
Alles begann im Gabba-Gabba, einer Rock Kneipe die Manolo hier in Valencia hatte und die als Treffpunkt für die Growergemeinde im Umkreis dient. Hier tauschte man sich aus, sprach über Erfahrungen und über die Jahre kamen wir zu dem Schluß, dass wir mit unserem Hobby und mit unserer Leidenschaft für Cannabis auch unseren Lebensunterhalt verdienen wollten und uns ganz dem Züchten neuer, potenter Sorten widmen wollten.
Zunächst haben wir 23 Kreuzungen und ein paar Selbstbefruchtungen unter unseren besten Pflanzen vorgenommen. Die Samen haben wir dann im Freundeskreis verteilt. Das Ergebnis und Feedback war so gut, dass wir beschlossen den Traum von der eigenen Samenbank wahr zu machen.
Vor allem der Fakt, dass fast alle Pflanzen die aus den Hanfsamen gezogen worden waren weiblich waren bestärkte uns in unseren Absichten. Die ersten Sorten mit denen wir angefangen haben waren Black Jack - Sweet Tai und die Seet Afghani Delicious. Sweet Seeds war geboren!
Ihr habt eure Sorten von Anfang an ausschließlich als feminisierte Hanfsamen angeboten. So weit ich weiß eine recht ungewöhnliche Entscheidung. Warum gibt es keine regulären Sweet Seeds?
In unseren Augen und nach jahrelanger Erfahrung sind wir einfach der Meinung gewesen, dass feminisiertes Saatgut um vieles attraktiver für den Grower ist als reguläre Samen. Zum einen ist feminisiertes Saatgut heutzutage viel zuverlässiger als in der Vergangenheit. Pflanzen die aus feminisierten Samen gezogen wurden sind heute zu 99% weiblich. Außerdem bietet der Femenisierungsprozess die Möglichkeit zwei hochpotente weibliche Pflanzen miteinander zu kreuzen ohne jeglichen Verlust der gewünschten Merkmale und ohne die Notwendigkeit eine männliche Pflanze einzukreuzen die deutlich schwächer ausgeprägte Eigenschaften vererben würde.
Durch die neuen Zuchtmethoden kann man konkrete Eigenschaften einfach besser bewahren und verbessern als das früher der Fall war. durch die Selbstbefruchtungsmethode z.B. können wir Hermaphrodismen fast komplett ausschließen und versteckte genetische Eigenschaften einer Sorte entdecken die es uns ermöglichen neue, günstige Kreuzungen vorherzusehen.
Letztendlich glauben wir, dass feminisiertes Saatgut die Zukunft der professionellen Cannabiszucht sind, da es dem Grower einfach mehr Vorteile bietet als reguläre Samen.
Welche Probleme stellen sich bei der Produktion von feminisierten Samen besonders?
Die Probleme sind vielfach da nicht alle Sorten und einzelne Pflanzen auf die selbe Weise auf die Behandlung reagieren. Manchmal ist es schwierig fruchtbaren Blütenstaub zu gewinnen, manchmal ist die Fruchtbarkeit der weiblichen Pflanzen ein Problem und andere Male entspricht das Saatgut nicht unseren Qualitätsanforderungen.
Reguläres Saatgut herzustellen ist im Gegensatz dazu viel einfacher und man gewinnt gut und gern 5-6 mal mehr Samen von der selben anzahl weiblicher Pflanzen und auf dem selben Raum.
Gewinnspiel tolle Samen zu Gewinnen!!!!
nur mehr bis zum 17. Juli 2009 - ihr habt noch 7 Tage Zeit!!!
Ihr teilt eure Erkenntnisse und Informationen ungewöhnlich offen mit Growern auf eurer Website und in Internetforen. Erzählt uns etwas mehr darüber, wie ihr feminisiertes Saatgut herstellt.
Zunächst möchten wir klarstellen, dass es trotz gewaltiger Fortschritte keine 100% weiblichen Samen gibt. Das ist einfach (noch) nicht möglich. wir arbeiten mit der STS (Silver Thiosulphate Solution/Silber Thiosulfat Lösung) zur Geschlechtsumwandlung die von Prof. Dr. Mohan Ram entwickelt wurde und im Internet von "Country Mon" verbreitet wurde. Die ursprüngliche Methode war jedoch zu ungenau und dadurch anfällig für viele Probleme. wir haben dann angefangen unsere eigenen Experimente durchzuführen und je nach Sorte anzupassen und zu verfeinern. wir arbeiten jetzt mit verschiedenen Kompositionen und Dosierungen, zugeschnitten auf die individuellen Eigenschaften der Pflanzen und der Umgebung in der sie aufwachsen. Leider können wir keine Einzelheiten preisgeben, da sie die Basis für unsere Arbeit sind.
Trotzdem gibt es nach wie vor gewaltige Vorurteile und teilweise sogar Ablehnung innerhalb der Hanfszene gegenüber feminisierten Samen. Für viele Grower stellt feminisiertes Saatgut eine unnatürliche Saat des Bösen dar und wird oft in einen Topf mit genetisch manipulierten Samen geworfen...
Das ist richtig, aber das Meiste davon sind nichts als Gerüchte und teilweise absoluter Blödsinn. Oft hört man, dass feminisiertes Saatgut keine Mutterpflanze produziere weil sie automatisch in die Blüte gingen. Dieses Gerücht habe ich schon oft gehört, aber ich kenne niemanden dem es tatsächlich passiert wäre ... Anfänglich wurden viele dieser Argumente gegen feminisiertes Saatgut von den Samenbanken selbst gestreut. Nur weil sie das nötige Geld und Zeit in die Forschung und Entwicklung von feminisierten Samen stecken wollten und noch hunderttausende reguläre Samen gelagert hatten auf denen sie natürlich nicht sitzenbleiben wollten...
Fakt ist u.a. dass es viel einfacher ist eine hervorragende weibliche Pflanze zu bestimmen als eine männliche Vaterpflanze. Bei der weiblichen Mutterpflanze sieht, riecht und erfährt man deren Eigenschaften direkt anhand der weiblichen Blüte. Letztendlich geht es ja darum wie das Endergebnis bei der Ernte aussieht, riecht, schmeckt, wiegt und wirkt. Bei der Vaterpflanze muss man sich auf seine Intuition verlassen und kann nur hoffen, dass man richtig liegt und sich die gewünschten Eigenschaften auch auf die nächste Generation vererben. Bei der Kreuzung von zwei hervorragenden weiblichen Pflanzen bestehen am Endergebnis kaum berechtigte Zweifel.
Was die Leute wissen müssen ist, dass der Feminisierungsprozess sich nur auf die erste Generation behandelter Pflanzen auswirkt und nicht vererbt wird. D.h. man behandelt ausgewählte Pflanzen und erhält von diesen das weibliche Saatgut. Damit hat es sich. Anschließend sind die Pflanzen wieder fähig sich zweitgeschlächtlich zu entwickeln und fortzupflanzen. Im Gegensatz zu manchen Behauptungen trägt der Feminisierungsprozess nicht zur Ausrottung der Hanfpflanze bei.
Oft bekommen wir zu hören, dass unser Saatgut nicht zu 100% weiblich sei und der ein oder andere Grower doch eine männliche Pflanze oder einen Hermaphroditen in seinem Grow gehabt hat. Grower müssen verstehen, dass es kein 100%iges Saatgut gibt und weibliche Hanfpflanzen die natürliche Gabe haben ihr Geschlecht zu ändern. Bei rund 0,01% weiblicher Pflanzen können umweltliche Bedingungen dazuführen, dass diese ihr Geschlecht ändern oder hermaphroditische Merkmale entwickeln.
Bei regulräen Samen, haben sich die Grower an diese Fakten gewöhnt, aber manche erwarten von feminisierten Samen wahre wunder.
In den letzten Jahren gab es eine wahre Explosion auf dem Samenmarkt, Immer mehr Samenbanken drängen mit neuen Sorten auch auf den spanischen Markt. Sweet Seeds hat innerhalb recht kurzer Zeit auch international einen sehr guten Namen gewonnen.
Wir waren mit die Ersten die ausschließlich auf feminisierte Samen gesetzt haben. Dafür haben wir vor allem in der Anfangszeit viel Spott geerntet. Es war sicher gewagt als neue Samenbank "nur" mit weiblichen Samen auf den Markt zu gehen, aber wie man sieht hat es funktioniert