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News Seite über Hanf - Kultur - Seeds & Geentics
Auch die Hanfsamen wurden früher als Hanfrauschmittel in den Klöstern von den Mönchen auf heiße Platten gestreut und die Dämpfe inhaliert.
Allein die Tatsache, dass die Hanffaser für die damalige Bevölkerung sowohl für Kleider, für die Haustextilien, als auch für die Seilwaren nicht wegzudenken war, lässt mit Sicherheit annehmen, dass die Siedler Hanfsamen vom "Badischen Schleisshanf" mitgenommen hatten.
Daher ist, wie schon oben erwähnt, mit Sicherheit anzunehmen, dass die Siedler, die sich von dort im donauschwäbischen Raum angesiedelt hatten, auch den Hanfsamen mit in ihre neue Heimat brachten. Sie wußten, dass mit dem Hanf die Möglichkeit bestand, für sich selbst Textilien herzustellen, und das die Erzeugnisse gut zu verkaufen waren.
Die Verarbeitung von Hanf ist insgesamt sehr lohnintensiv. Dies gilt insbesondere für die Gewinnung des Hanfsamen
Hierbei ist in erster Linie zu unterscheiden, ob der Hanfsamen für Saatzwecke gewonnen wird oder für die Ölgewinnung oder ob der Hanfsamen als Vogelfutter Verwendung findet.
Die Hanfsamen Gewinnung für Saatzwecke erfolgte auf gesonderten Flächen. Die einzelnen Pflanzen wuchsen im abstand von 50 cm. Hierbei wahr gewährleistet, dass sich die weiblichen Pflanzen besser entwickeln und somit höherer Fruchtbestand entsteht. Die Hanfsamen Kapseln befinden sich in den Blattachseln. Es wurden auch einzelne Hanfpflanzen in den Maisfeldern am Rande angepflanzt, wo sie in ihrer Entwicklung einen besseren Schutz fanden.
Es war wichtig, dass größere Flächen für die Hanfsamen Gewinnung eingesät wurden, da im Herbst bei Samenreife durch Vögel sehr große Schäden entstehen konnten. Nicht umsonst sagt das Sprichwort: "Er lebt wie der Vogel im Hanfsamen ".
Die Samenreife findet in einer Pflanze nicht gleichzeitig statt. Man kann annehmen, das etwa 15% des Hanfsamen frühreif ist und bei der Erntearbeit verloren geht, der Großteil von etwa 70% erreicht gleichzeitig die Reife, während die restlichen 15% nicht zum Ausreifen kommen. Um einen optimalen Samenertrag zu erreichen, muss die Hanfpflanze von Hand geschnitten werden, da der Stengel durch den Einzelstand der Hanfpflanze sehr dick wird. Danach sollte die Hanfpflanze möglichst in grünem Zustand an einen Ort gebracht werden, wo später der Hanfsamen aus der Pflanze geschlagen wird.
Der ölhaltige Hanfsamen ist nur bei einem Feuchtigkeitsgrad von ca. 7-8% lagerfähig. Nach der Gewinnung das Hanfsamens muss darauf geachtet werden, dass der Hanfsame bis zu diesem Feuchtigkeitsgrad so behandelt wird, dass keine Erhitzung stattfindet, denn auch nur bei kurzer Erhitzung der dünnen Schale des Hanfsamens verkommt der Keimling. Der gleichen Sorgfallt bedarf es auch für Hanfsamen zur Ölgewinnung, ebenso für Hanfsamen, der als Vogelfutter verwendet werden soll, denn die Gesundheit der Vögel kann nur dann gesichert sein, wenn der Hanfsamen keinen Schimmel hat und nicht künstlich getrocknet worden ist.
Der Hanfsamen für Saatzwecke wurde im Vorfrühling auf den Markt gebracht und die Erträge für diese Arbeit waren sehr gut, zumal ja die Hanfpflanzer darauf angewiesen waren, ein gutes Saatgut zu bekommen.
Hanfsamen für Ölgewinnung oder Vogelfutter fand zu dieser Zeit kaum Interesse, da Aufwand und Preis nicht in Einklang zu bringen waren.
Ferner galten die Hanfsamen im alten china neben hirse als eine der wichtigsten Körnerfrüchte. Selbst Buddha soll sich der Legende nach im Jahr vor seienr Erleuchtung nur von einer Handvoll Hanfsamen pro Tag ernährt haben.
Hildegard von Bingen (geb. 1099) erwähnte Hanfsamen als schmerzstillendes Mittel und Paracelsus (1494-1541) verwendete die Hanfpflanze in Rezepten zur Heilung von kontrakturen, Rheuma und Malaria.
Der Hanfsamen wurde sogar auf den großen Seefahrten mitgeführt, um diese unentbehrliche Nutzpflanze in den neu entdeckten Erdteilen sofort anbauen zu können.
Hanfsamen sind eine Bereicherung in der ausgewogenen Ernährung. aus botanischer Sicht handelt es sich bei der Frucht des Hanfes, dem Hanfsamen um eine Nuß (Nüßchen), die von einer dünnen, glasigen Fruchtschale umgeben wird. sie ist braun bis schwarzgrau, zum Teil auch grüngrau gefärbt. Hanfsamen enthalten durchschnittlich 28 bis 35% Fett,, 30% Kohlenhydrate und einen hohen Gehalt an B-Vitaminen, Vitamin E, Magnesium, Kalium und Eisen. Der Eiweißgehalt (Proteingehalt) liegt bei 20 %. Die Fettzusammensetzung beträgt 9% gesättigte Fettsäuren, 90% ungesättigte Fettsäuren, mit 10% Ölsäure, 60% Linolsäure, 20% Alpha-Linolsäure und 3% Gamma-Linolsäure. Allgemein unterstützt der Genuß von Hanfsamen die Bildung von körpereignem Gamma-Globulin - ein wichtiger Baustein für das körpereigene Immunsystem.
In Naturkostläden sind gereinigte Hanfsamen (ohne Verunreinigungen von Blüten und Blättern) erhältlich. sie lassen sich geröstet knabbern wie Erdnüsse, aber auch als Mehl zu Brot und Gebäck verarbeiten. Ferner sind geröstete und gemahlene Hanfsamen eine würzige Streuung zu allen Korn- und Reisgerichten.
Die Freigabe von Hanf (Marihuana) wird zurzeit in Deutschland heiß diskutiert. Dabei werden leider die heilenden Eigenschaften dieser Pflanze außer Acht gelassen. Die Traditionelle Chinesische Medizin setzt Hanfsamen schon lange ein und qualifiziert sie als süß, neutral und abführend. Vor allem lindert Hanf Verstopfung, insbesondere bei älteren Patienten.
Hanf. Für den Hausgebrauch wird mehr Hanf gebaut als zur Ausfuhr, jedoch treiben die Einwohner der an Mähren grenzenden Gespannschaften einen bedeutenden Handel mit Hanf, der unter dem Namen slovakischer Hanf vorkommt. Sehr schönen Hanf findet man auch im Heveser Komitat und längs der Theiß; den meisten in den nördlichen Komitaten, aber den schönsten und gesuchtesten im Bacser Kom., welcher unter dem Namen Apatiner Hanf im Handel abgesetzt und vorzüglich seiner Stärke und Länge wegen sehr gesucht wird. In die erste Klasse gehört auch der sogenannte slavonische Hanf, aus der Gegend von Peterwardein. Der Hanfsame wird auch stark zu Öl benutzt.
Die Hanfsamen pflegen vor dem Pressen mehr oder weniger stark geröstet zu werden, wodurch sie ein dunkleres, mitunter verkohltes Aussehen annehmen.
Hanfsamen, etwa 500 Gramm, werden in einer Mühle gemahlen oder in einem Mörser
zerquetscht.
Hanfsamen - Die Samen von Cannabis Sativa - Bestandteile: fettes Öl mit Emulsin, Zucker, Gummi, Harz u. a. Innerlich können sie zu Emulsion benützt werden, 1-3 Loth, etwa zugleich mit Süssmandeln, Mimosenschleim; äusserlich kommen sie zu Cataplasmen in Gebrauch (zerstossen und z.B. mit Kamillen, Leinsamen u.a. gekocht).
Die Gegenwart von Protein im Hanfsamen wurde zuerst von Buchholz (25) im Jahre
1806 bemerkt, doch wurde sie nicht weiter beachtet.
Die Frucht des Kanarienbaums enthält auch Stärkemehl und in allen hierher gehörigen Samen findet sich Zellstoff, in den Hanfsamen sogar sehr viel.
Am geringsten ist der Fettgehalt in den Hanfsamen, in denen er aber doch beinahe 1/5 ihres Gewichts beträgt.




















